Mecklenburg-Vorpommern

Wölfe töten Gatterwild

In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag wurden in einem Damwildgatter in der Ueckermünder Heide (Mecklenburg-Vorpommern) zehn Tiere gerissen. Ein weiteres Tier werde vermisst, teilte das Landwirtschaftsministerium in Schwerin mit. In der darauffolgenden Nacht zum Montag wurde in unmittelbarer Nähe bei einem weiteren Angriff ein Schaf gerissen. Nach den von einem Rissgutachter aufgenommenen Indizien seien Wölfe als Verursacher für beide Übergriffe wahrscheinlich, so das Ministerium.

Agrarminister Till Backhaus rief die Tierhalter zu verstärkter Wachsamkeit auf und verweist auf finanzielle Unterstützung beim Herdenschutz. „Die Schaf-, Ziegen- und Damwildhalter in der Region sollten die Meldungen zum Anlass nehmen, ihre Vorkehrungen zum Herdenschutz umfassend zu überprüfen“, rät Backhaus. Die Zäune müssten allseitig geschlossen und funktionstüchtig sein. Für Schaf- und Ziegenhalter werden entweder mindestens 90 cm hohe stromführende Zäune mit einem Bodenabstand kleiner als 20 cm oder Maschendrahtzäune mit mindestens 120 cm Höhe und einem Untergrabeschutz empfohlen.

Die Förderrichtlinie Wolf biete im ausgewiesenen Wolfsgebiet des Landes die Möglichkeit, über die Anforderungen des Grundschutzes hinausgehende Vorkehrungen zum Herdenschutz finanziell mit bis zu 75 Prozent der Kosten zu fördern, erklärt das Ministerium anlässlich der jüngsten Vorfälle. (SB)
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