Tierschutz

Wolf beunruhigt Rinderhalter

Der mutmaßlich durch einen Wolf verursachte Riss eines hochtragenden Rindes im Naturschutzgebiet Armstorf-Langenmoor Anfang der Woche stellt nach Ansicht des CDU-Landtagsabgeordneten Ernst-Ingolf Angermann eine neue Dimension der Wolfsproblematik dar. Dies sei ein Szenario, welches Wolfsbefürworter bisher kategorisch ausgeschlossen hätten, heißt es in einer Mitteilung der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag.

„Die Weide, auf der das Tier angegriffen wurde, liegt im Kerngebiet der niedersächsischen Milchproduktion", wird Angermann zitiert. In einem Umkreis von 50 km befänden sich rund 180.000 ha Grünland. Die Kosten für eine grundlegende Prävention von Wolfsangriffen seien mit einer zu veranschlagenden Höhe von 100 Mio. € utopisch. Daher werde Niedersachsen nicht um wirksame Maßnahmen zur Regulierung des Wolfsbestandes umhin kommen.

Der Wolf als streng geschütztes Tier müsse aus dem Anhang IV der Flaura-Flora-Habitat (FFH) Richtlinie auf EU- Ebene entfernt werden, fordert die Fraktion. Zwar gelte auch in Finnland, Polen und Frankreich der besondere Schutz des Wolfes durch die EU-Richtlinie, dennoch sei in diesen Ländern eine effektive Bestandsregulierung möglich, so Angermann. (jst)
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