Düngemittel

Neues Ammoniakwerk am Start

Yara International ASA und die BASF SE haben in Freeport, im US-Bundesstaat Texas, eine neue World-Scale-Ammoniakanlage eröffnet. 

Beide Düngemittelhersteller haben rund 600 Mio. US-$ investiert. Der Ausgangsstoff für das Ammoniak ist Wasserstoff, statt Erdgas, das in herkömmlichen Verfahren eingesetzt wird.
Yara Freeport LLC gehört zu 68 Prozent Yara und zu 32 Prozent der BASF. Die Anlage am BASF-Standort hat eine Kapazität von 750.000 t/Jahr Ammoniak. Yara-CEO Svein Tore Holsether erhofft sich mit dem neuen Werk die Position von Yara auf dem globalen Ammoniakmarkt auszubauen. "Das Projekt unterstreicht das Engagement der BASF für Investitionen in Nordamerika", sagte Wayne T. Smith, Mitglied des Vorstands der BASF SE in Freeport.

Moderne Technologie
Die Wasserstofftechnologie, die in der Anlage zum Einsatz kommt, senkt die Kapital- und Instandhaltungskosten im Vergleich zu einer herkömmlichen, erdgasbasierten Ammoniakanlage deutlich, teilt Yara mit. Mit Praxair, Inc., dem größten Industriegasehersteller in Nordamerika, besteht ein langfristiger Liefervertrag für Stickstoff und Wasserstoff.
Yara wird zusätzlich einen Ammoniaktank am BASF-Terminal bauen, zudem wird BASF ihr bestehendes Terminal und ihre Pipelines für den Export von Ammoniak aus der neuen Anlage erweitern. Die beiden Partner werden Ammoniak entsprechend ihrem Anteil an der Anlage beziehen. BASF will damit Caprolactam herzustellen – ein Vorprodukt bei der Herstellung von Polyamid für Teppiche, Textilien, Folien, Monofilamente, Draht und Kabel. Yara wird seinen Anteil am Ammoniak an Kunden in Nordamerika verkaufen und den Agrarsektor beliefern.

Die Bezugspreise für diese beiden Rohstoffe sind an die günstigen Preise für Erdgas an der US-Golfküste gekoppelt.

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