EU-Prognose

Zuckererzeugung steigt

Von einem Wachstum der heutigen Zuckerproduktion um 6 Prozent in der EU bis 2026 geht die EU-Kommission in ihrer mittelfristigen Markteinschätzung aus. Den Zuckerpreis schätzt die EU-Kommission auf durchschnittlich 400 €/t.

Der wieder attraktive Preis werde zu einem steigenden Rübenanbau in der EU führen, erklärte Perluigi Londero von der EU-Kommission auf der Agricultural Outlook Conference in Brüssel. In der EU wurden früher jährlich rund 20 Mio. t Zucker produziert, bevor 2006 die Marktreform für einen Rückgang auf nur nach 15 Mio. t in einzelnen Jahren sorgte. Nach dem Ende der Zuckerquote werde sich die Menge in der EU zwischen 16 und 17 Mio. t stabilisieren. Davon profitierten vor allem die wettbewerbsfähigen Regionen der EU, betonte Londero.

Allerdings werde der Strukturwandel durch gekoppelte Zahlungen in zahlreichen EU-Mitgliedstaaten gebremst. Die Weltmarktpreise würden vor allem von der brasilianischen Ethanolerzeugung geprägt und hingen damit von den Ölpreisen ab. Die Debatte um Zuckersteuern, mit deren Hilfe Ernährungsfehler vermieden werden sollen, lastet auf den weltweiten Absatzaussichten. (Mö)
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