GVO

Zulassung in USA - Protest in Deutschland


Morgen demonstrieren Greenpeace-Aktivisten in 44 deutschen Städten gegen Mc Donalds. Sie prangern die Fütterung von Hähnchen mit GV-Soja oder GV-Mais an. Zur gleichen Zeit freut sich in den USA ein großer Pommes-Frites-Lieferant über die jüngsten Behördenentscheidungen. In dieser Woche wurde in den USA der Anbau einer neuen gentechnisch veränderten Kartoffel genehmigt.

Entwickelt wurde sie von der J.R.Simplot Company, einem führenden Agrarhändler in den USA, der Fast Food-Ketten wie McDonalds beliefert. Bei der neuen Sorte sollen beim Frittieren weniger gesundheitsschädliche Acrylamide entstehen. Für eine weitere GV-Kartoffel haben die Behörden die Vorprüfungen abgeschlossen.

Hintergrund für die Proteste gegen Mc Donalds ist die Ankündigung, wieder Hähnchen zu verwenden, die mit GV-Soja oder GV-Mais gefüttert werden. Nach 13 Jahren erlaubt die Fastfood-Kette seinen Hühnerfleisch-Lieferanten wieder den Einsatz von gentechnisch verändertem Futter. Das Unternehmen nannte dafür wirtschaftliche Gründe. Es gebe "keine ausreichenden Mengen an nicht gentechnisch veränderten Futtermitteln zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen." Die Kosten für eine Gewährleistung, dass gentechnikfreies Soja nicht mit konventionellem Futter in Berührung komme, sei für die Zulieferer zu hoch. Zu Jahresbeginn hatten auch der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft und der Bundesverband Deutsches Ei aus ähnlichen Gründen erklärt aus Gentechnikfreiheit auszusteigen. (kbo)
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