Mit der neuen Förderperiode startet das Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg ein neues Beratungsangebot mit 56 Beratungsmodulen. Finanziert wird das Programm aus Landes- und EU-Mitteln. Bundesweit sei damit Baden-Württemberg das erste Bundesland, das die Maßnahme Beratung aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) umsetzt, teilt das Ministerium mit.

Im Spätsommer wird ein Katalog mit Informationen zu den Beratungsorganisationen, Fördersätzen und Förderhöchstbeträgen veröffentlicht. Darin informiert das Land über die angebotenen Beratungsmodule und -Organisationen, aus denen sich Betriebsleiter das jeweils auf die eigene Situation und Zielsetzung passende Angebot aussuchen können.

Für alle Betriebe, die ihr Entwicklungspotenzial ausloten wollen, bietet das Land den Betriebs-Check (Betriebliche Standortbestimmung) an. Dieses Angebot könne für Betriebe der Einstieg in das modular aufgebaute Beratungssystem sein, in dem Themen wie Ressourcenschutz, Rindermast und extensive Grünlandbewirtschaftung oder der tiergerechte Stallbau behandelt werden.

Durch Aufnahme in den Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum Baden-Württemberg (MEPL III) konnte das Land den bis 2020 zur Verfügung stehenden Etat für die Förderung der Beratung auf 38,5 Millionen Euro erhöhen. Gegenüber den Vorjahren werde die Förderung in der landwirtschaftlichen Betriebsberatung verdoppelt, so das Ministerium.

Die beteiligten Beratungsorganisationen sind berechtigt, mit Betriebsleitern Beratungsverträge abzuschließen. Die Beratungsorganisation erhält nach Abschluss der Beratung die förderfähigen Kosten anteilig zu 50 bis 100 Prozent bis zu einem Höchstbetrag pro Beratungsmodul erstattet. Den Landwirten verbleiben die jeweilige Differenz als Eigenanteil sowie die Mehrwertsteuer, so das Ministerium. (az)
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