Dem Landesminister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Alexander Bonde liegt die Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung am Herzen. Baden Württemberg soll die Vorreiterrolle bei der Verbesserung des Tierwohls einnehmen, sagte er gestern auf einer Veranstaltung in Stuttgart.

Das Land verstärkt seine Unterstützung für Landwirte, die Tieren mehr Komfort zukommen lassen wollen. Ein neues Förderprogramm vergütet den Mehraufwand für weiche Liegeflächen, Beschäftigungsmöglichkeiten und Auslauf bei Mastschweinen, für mehr Platz und Sitzstangen bei Masthähnchen sowie für den Weidegang bei Milchkühen und weiblichen Rindern.

Programme in Baden-Württemberg

Tiergerechte Haltungsformen
FAKT: Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl 

Tiergerechte Stallbauten
AFP: für mittlere bis größere Betriebe  
LPR: für kleinere Betriebe


Bei Investitionen fördert das Land künftig tiergerechte Verfahren mit erhöhten Sätzen. Für Stallbauinvestitionen, die die baulichen Anforderungen an eine besonders tiergerechte Haltung erfüllen, liege die Premiumförderung bei 30 Prozent in der Rinderhaltung und bei 40 Prozent bei anderen Tierarten, erklärt der Minister. Die Basisanforderungen erhalten eine Förderung von 20 Prozent. Neu ist, dass auch kleinere Betriebe künftig gefördert werden könnten.

In diesem Jahr haben laut Bonde Landwirte in Baden-Württemberg für tiergerechte Haltungsformen ein Fördervolumen von rund 5 Mio. € beantragt. Mehr als 1000 Milchviehbetriebe im Land hätten die Sommerweideprämie genutzt. Rund 250 Betriebe entschieden sich für eine angepasste Mastschweine- und Masthühnerhaltung „Die große Akzeptanz der Tierwohl-Maßnahmen zeigt, dass unsere Bäuerinnen und Bauern sehr gerne bereit sind, mehr Tierwohl zu erreichen. Unsere Förderung kommt in der Praxis an“, so Bonde. (kbo)
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