Zukünftig werden in den Schlachthöfen genau die Anzahl und die Schwere von Verletzungen an den Fußballen der Masthühner erfasst. Die Daten werden an die zuständigen Veterinärbehörden gemeldet.

Stellt die Behörde in mehreren Mastdurchgängen hintereinander mehr als 20 Prozent schwere Verletzungen an den Hühnerfüßen fest, wird automatisch die zulässige Besatzdichte von den gesetzlich erlaubten 39 kg je Quadratmeter zunächst auf 35 kg und dann auf 32 kg reduziert.

Da vom Zustand und von den Verletzungen der Tiere erstmals konkrete Folgen für die Tierhaltung abhängig gemacht werden, gebe der Erlass „einen echten Anreiz für mehr Tierschutz im Stall,“ sagte Meyer.

Für den Herbst ist eine Ausweitung der Tierschutzindikatoren auch auf Putenhaltung geplant. (az)
stats