Bodenqualität

Zustand verschlechtert sich rapide


Auf etwa 300 Mrd. US-$ beziffert eine neue Studie des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn die durch Bodendegradation entstehenden wirtschaftlichen Schäden weltweit. Bei der Vorstellung der mehr als 650 Seiten umfassenden Studie heute in Berlin appellierte der Direktor des ZEF, Prof. Joachim von Braun, der Ressource Boden eine größere Aufmerksamkeit zu widmen. Zwar würden die größten Schäden in Regionen außerhalb Europas verzeichnet, doch liege deren Verhinderung und Beseitigung in der Verantwortung auch der reicheren Länder.
Ein Ergebnis der Studie sei, dass die Investition eines US-Dollar in die Wiederherstellung degradierter Flächen sich in einem Nutzen von fünf US-Dollar auszahle, so von Braun.

Doch Marktkräfte könnten die zunehmenden Probleme sicher nicht lösen, zeigt sich von Braun überzeugt. Er plädierte für Unterstützung durch Industrienationen, um beispielsweise über gezielte Beratungsleistungen den negativen Folgen der Bodendegradation zu begegnen. Für dringend erforderlich hält von Braun zudem ein eine präzise Bodenkartierung der gesamten Welt. Als erfreulich bezeichnete von Braun, dass ein zunehmendes Interesse für Fragen der Bodenqualität feststellbar sein. Dazu beitragen solle auch die sowohl als Buch wie auch im Internet verfügbare
Studie. (jst) 
stats