Brüsseler Studie

Zuversicht der Landwirte auf Rekordtief


Unter den europäischen Landwirten herrscht weniger Zuversicht denn je. Anlass dazu geben der Wirtschaftsabschwung, der Einbruch der Ölpreise, stark steigende Betriebsmittelkosten, das russische Exportembargo sowie eine unvorhersehbare chinesische Nachfrage, die die Volatilität auf den Märkten noch verstärkt hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Dachverbandes der EU-Landwirte und -Genossenschaften Copa-Cogeca für das 1. Quartal 2016, berichtet das Agrarische Informationszentrum (AIZ), Wien.

„Unser Agrarbarometer bestätigt, dass die europäischen Landwirte den Druck wirklich zu spüren bekommen. Die Landwirte befinden sich im Spagat zwischen geringen Erzeugerpreisen und hohen Betriebsmittelkosten. Die Preise der meisten landwirtschaftlichen Rohstoffe sind im letzten Jahr gefallen und eine spürbare Erholung ist nicht in Sicht", wird Pekka Pesonen, Copa-Cogeca-Generalsekretär, zitiert.

Im Rahmen der Studie werden zweimal pro Jahr in elf EU-Ländern mehr als 8.000 Landwirte interviewt. In neun von elf EU-Mitgliedstaaten (Belgien-Flandern, Deutschland, Frankreich, Italien, Ungarn, Niederlande, Polen, Rumänien, Vereinigtes Königreich) stellt die Studie laut AIZ einen Rückgang der Zuversicht der Landwirte mit Blick auf ihre aktuelle und zukünftige Lage fest.

Bedenken bezüglich der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und Verwaltungslasten sorgten ebenfalls für viel Unbehagen bei den Landwirten. Lediglich zwei der elf Mitgliedstaaten - Dänemark und Schweden - waren optimistischer mit Blick auf ihre aktuelle und zukünftige Lage. (Sz)
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