Am Mittwoch wird das Freihandelsabkommen TTIP auf der Tagesordnung des Europäischen Parlaments stehen. Schon heute melden sich die 470 Organisationen zu Wort, die in der Europäischen Union gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP mit den USA und Ceta mit Kanada kämpfen. Die Bürgerinitiative 'Stop TTIP' hat nach eigenen Angaben bisher zwei Millionen Unterschriften gesammelt. Bis zum Oktober soll die Kampagne weitergeführt werden, teilte das Bündnis mit. Die Initiative fordert ein Ende der Verhandlungen über das Abkommen und spricht sich gegen die Ratifizierung des Abkommens Ceta mit Kanada aus.

"Das beweist, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht tatenlos zusehen, wie die EU-Kommission mit TTIP und Ceta den Abbau von Demokratie, Verbraucherschutz, Arbeitnehmerrechten und Umweltschutz vorantreibt", sagte Michael Efler, Mitglied im Stop-TTIP-Bürgerausschuss. Das EU-Parlament müsse die "demokratiegefährdenden Abkommen" ablehnen, forderte Bündnis-Sprecher Karl Bär. Die Bundesregierung und die EU-Kommission dürften dieses Signal nicht überhören, sagte die Grünen-Politikerin Katharina Dröge. Nötig sei ein Neustart in der europäischen Handelspolitik mit "richtiger demokratischer Beteiligung und Verhandlungen für mehr gemeinsame internationale Regeln und Standards beim Klimaschutz, bei Menschenrechten und Arbeitnehmern". (az)
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