Geflügelhaltung

Zweinutzungshahn besteht Geschmackstest

Vom Labor auf den Teller
Die Studie ist Teil des Projektes „Integhof“. Es soll unter Federführung des Thünen-Instituts die Nutztierhaltung aus gesellschaftlichen Aspekten näher beleuchten. Die Brathähnchen stammen aus dem Lehr- und Forschungsgut Ruthe der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, an dem im Rahmen des Projektes neue Ansätze für Tierwohl und Tiergesundheit in der Geflügelhaltung erprobt werden.
Neben der Praxistauglichkeit entscheidet die Verbraucherakzeptanz über den wirtschaftlichen Erfolg von Zweinutzungsrassen. In der Mensa der Tierärztlichen Hochschule (Tiho) in Hannover gab es einen „Brathähnchentest“, um nähere Informationen über die Einschätzung von Verbrauchern zu erhalten. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, stimmen aber positiv. So konnte die Zweinutzungsrasse Lohmann Dual im Vergleich zu der Legehennenlinie Lohmann Brown punkten. Die Befragten bewerteten Lohmann Dual im Hinblick auf das Aussehen und die dargebotene Menge besser. Beim Geschmack lagen Lege- und Zweinutzungsrasse gleichauf. Beide sind im Vergleich zu reinen MAsthähnchen etwas fester und dunkler. Interessant ist, dass die Hälfte der Befragten die Fleischmenge des halben Brathähnchens aus der Zweinutzungsrasse besser fanden als die der reinen Legerasse, die fleischärmer ist. Manche merkten allerdings an, dass ihnen selbst das halbe Zweinutzungs-Hähnchen noch zu viel Fleisch böte. Daraus kann man schließen, dass die größere Fleischmenge von reinen Mastlinien für Verbraucher mittlerweile zu viel ist. Da in Hannover derzeit nur ein Vergleich zwischen Lege- und Zweinutzungsrasse erfolgte, wäre in einer weiteren Befragung das Hinzuziehen von den üblicherweise genutzten Hähnchen einer Mastlinie aufschlussreich, merken die Autoren an. (kbo)
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