Greening

Zwischenfrüchte nur Ergänzung


-- , Foto: Stiftung Rheinische Kulturlandschaft

Der Anbau von Zwischenfrüchten im Rahmen des Greenings ist zwar möglich, kann aber auf betriebswirtschaftliche Grenzen stoßen. Dies war ein Fazit der Fachtagung "Zwischenfrüchte" der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft Mitte der Woche in Alfter bei Bonn. Da Zwischenfrüchte  nur mit dem Faktor 0,3 als Ökologische Vorrangfläche angerechnet würden, müssten sie auf 100 ha bezogen auf 16,7 ha angebaut werden, um die Richtlinien zu erfüllen. In dieser Größenordnung kämen sie nur in einer Fruchtfolge mit ausgeprägter Sommerung infrage, berichteten Praktiker auf der Tagung.
 
Im Hinblick auf die Biodiversität und als Bienen- oder Insektenweide gebe es weitaus bessere Alternativen, so ein anderer Tenor auf der Veranstaltung. Vor allem Blühstreifen böten den Insekten und einer weitaus längere Nahrungsbasis. Der Zwischenfruchtanbau könne eine gute Ergänzung sein, wenn früh- und langblühende Saatgutmischungen ausgesät würden. Aus ökologischer Sicht sollten Zwischenfrüchte zudem möglichst lange und nach Möglichkeit auch über den Winter auf dem Feld bleiben. Die im Rahmen des Greenings vorgesehene Aussaatmöglichkeit bis zum 1. Oktober, komme nach Versuchsergebnissen für eine sinnvolle Blütenphase zu spät. (St)
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