Abkühlung

Mai unterbricht den Hitzetrend


Auch die Landwirtschaft hat im Mai zum Teil unter Starkregen gelitten, wie hier im Kreis Lippe.
Foto: Vereinigte Hagel
Auch die Landwirtschaft hat im Mai zum Teil unter Starkregen gelitten, wie hier im Kreis Lippe.

Kühl, nass, dunkel: der Monat Mai hat eine lange Periode mit zu hohen Temperaturen unterbrochen. Die Niederschläge waren indes sehr unregelmäßig verteilt.

Nachdem der Deutsche Wetterdienst (DWD) noch im April den nächsten Hitzesommer fürchtete, hat der Mai die Gemüter abgekühlt. Der DWD bilanziert an zahlreichen Tagen kühle Luft von Nordwesten und Norden. Es gab zwar auch einige Tage, an denen hoher Luftdruck sonniges Wetter brachte – dies jedoch verbreitet mit Nachtfrösten. Ansonsten sorgten Tiefdruckgebiete vor allem im Süden für reichlich Niederschlag, der sogar teilweise bis ins Flachland vorübergehend als Schnee fiel. „Insgesamt verlief der Mai nach 13 Monaten in Folge erstmals zu kühl“, bilanziert der DWD.

Mit 10,9 °C lag nach den vorläufigen Auswertungen im Mai der Temperaturdurchschnitt um 1,2 Grad unter dem Mittelwert in der international gültigen Referenzperiode. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach unten 2,1 Grad.

Im Süden viel Regen, im Nordwesten und Nordosten trocken

Außerdem übertraf der Mai nach DWD-Angaben im Bundesdurchschnitt sein Soll von 71 Liter/m² um etwa 16 Prozent. „Damit blieb die nach dem niederschlagsarmen April befürchtete große Trockenheit vorerst noch aus“, stellt der DWD fest. Der Regen fiel jedoch nicht überall. Im Emsland sind örtlich nur um die 10 Liter/m² zustande gekommen. Zu trocken war es im Mai außerdem in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Landesdurchschnitt von etwa 40 Liter/m² (Soll: 51 Liter/m²). Größere Defizite gab es außerdem in Brandenburg mit 35 Liter/m² (54 Liter/m²). Mehr als gesegnet mit Regen war dagegen Bayern. Der Alpenrand erhielt im Mai mit insgesamt teils über 400 Liter/m² den meisten Niederschlag, stellt der DWD fest.

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