Abschlagszahlung

Sachsen-Anhalt verspricht Dürre-Hilfen noch in 2018


Politiker mahnen zum umsichtigen Umgang mit Steuergeldern. Dürrehilfen dürften nur existenzbedrohte Betriebe bekommen. 

Mit Verve verteidigt Dr. Hermann Onko Aeikens vom Bundesagrarministerium das Kontroll-Verfahren der Dürrehilfen „Nicht nur Landwirte verlieren Geld, sondern auch andere wie die Binnenschiffer“, sagte der Staatsekreträr auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Bauernbundes in Weißenfels in Mecklenburg-Vorpommern. "Nur wenn wir genau kontrollieren, gibt es wieder Geld", so Aeikens.

In Sachsen-Anhalt sind 700 Anträge auf Dürrehilfe eingegangen. „Ich hätte mir eine längere Frist gewünscht“, gibt Aeikens zu. Der Landesstaatssekretär in Sachsen-Anhalt, Peter Weber, stellt Abschlagszahlungen für die Betriebe die die Dürrehilfen beantragt haben in Höhe von 25,6 Mio. € Bundes-und Landesmittel bis Ende 2018 in Aussicht.

Die Anträge sind bei Agrarministerium in Magdeburg fristgerecht von existenzbedrohten Betrieben eingegangen, die für 50 Prozent ihrer Ertragsausfälle Dürre finanzielle Hilfen vom Staat im Rahmen des Dürrehilfsprogramms beantragen. Bund und Länder haben dafür insgesamt 340 Mio. € bereitgestellt. Im Ministerium werden die Anträge mit Hochdruck bearbeitet, sagte Weber. Das vom Bund zugesagte Geld müsse jetzt ausgegeben werden, da es für den laufenden Haushalt eingestellt sei. Sachsen-Anhalt wolle beantragen, auch noch 2019 Geld einzustellen. Sachsen hat die Antragsfrist verlängert. Er könne sich nicht vorstellen, wie das Land die Anträge bis Ende des Jahres bearbeiten wolle und erste Zahlungen vornehmen, wundert sich Weber. Unabhängig von den Dürrehilfen sagte er den Landwirten die pünktliche Auszahlung der Direktzahlungen voll umfänglich am 20. Dezember zu.


Henning Klamroth, Präsident des Bauernbundes, warnte davor, die Dürre mit Wettbewerb und Markt zu assoziieren. Vielmehr sollte sich die Branche solidarisch verhalten und sich gegenseitig helfen.

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