Acker & Grünland

Sachsen-Anhalt lässt Pachtpreise auf Vorjahresniveau


Landwirtschafts- und das Finanzministerium in Sachsen-Anhalt haben sich darauf geeinigt, die Pachtpreise nicht zu erhöhen. Ursache sind die Dürrefolgen aus dem Jahr 2018.

Im Herbst müssen Pächter landwirtschaftlicher Flächen in Sachsen-Anhalt nicht tiefer in die Tasche greifen. Betriebe, die von der Landgesellschaft gepachtet haben, können sich auf einen unveränderten Zins einstellen. „Das Finanzministerium und das Landwirtschaftsministerium in Sachsen-Anhalt haben sich darauf verständigt, dass die Pachtpreise in 2018 für die landwirtschaftlichen Flächen der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt zum Pachtjahresbeginn 01.10.2019 nicht erhöht werden“, erklärt Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert. 

Dürre wirkt als Preisdämpfer

Die aktuelle Auswertung der Pachtverträge in Sachsen-Anhalt weist ein zweigeteiltes Bild auf. In etwa der Hälfte der Landkreise haben die Preise nachgegeben. So ist beispielsweise im Harz, im Landkreis Salzwedel, im Salzlandkreis, in Mansfeld-Südharz und im Burgenlandkreis die Pacht für Acker auf schwereren Böden gesunken. Im Landkreis Stendal, im Jerichower Land, im Börderkreis, in Anhalt-Bitterfeld und im Saalekreis hingegen legte die Pacht von Flächen mit hohen Bodenpunkten im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich zu. Insgesamt habe die Dürre den Preisanstieg auf dem Pachtmarkt gedämpft, kommentiert die Ministerin die aktuelle Statistik. 

In Sachsen-Anhalt hat angesichts des hohen Pachtflächenanteils die Transparenz auf dem Bodenmarkt eine große Bedeutung. Daher sind die jetzt veröffentlichten Zahlen, die bis in das Jahr 2009 zurück reichen, für Landwirte, Beratung, Behörden und Sachverständige wichtig. Die Übersicht weist den Umfang der Pachtverträge in Hektar und die durchschnittlichen Pachtpreise in Euro je Hektar aus. Es werden nach Landkreisen sortiert die Nutzungsarten Acker- und Grünland sowie die Gruppierung nach Acker- und Grünlandzahlstaffeln für die Jahre 2009 bis 2018 dargestellt. Die Statistik kann als Grundlage für die Ableitung durchschnittlicher "ortsüblicher“ Pachtpreise herangezogen werden. "Die Statistik gilt als Orientierung", stellt das Ministerium klar.

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