Ackerbaustrategie

Verbänden fällt nichts Neues zum Ackerbau ein


Wie gehts weiter im Ackerbau? Verbände präsentierten ihre Ideen.
Foto: Pixabay/anaterate
Wie gehts weiter im Ackerbau? Verbände präsentierten ihre Ideen.

Die fünf Mitgliedsverbände des Zentralausschusses der Deutschen Landwirtschaft (ZDL) haben ihre gemeinsame Zukunftsstrategie Ackerbau vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Angebot an die Politik, hieß es heute in Berlin.

Beteiligt an dem Gemeinschaftswerk waren der Deutsche Bauernverband (DBV), die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft, der Deutsche Raiffeisennverband (DRV), der Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) sowie der Zentralverband Gartenbau (ZVG). Acht Kernziele werden in dem Dokument formuliert und 18 konkrete Maßnahmen zu deren Erreichung.

Von Ernährungssicherung bis Bodenfruchtbarkeit

Hauptauftrag der Landwirtschaft bleibe nach wie vor die Erzeugung hochwertiger Nahrungs- und Futtermittel sowie nachwachsender Rohstoffe. Die Ackerbausysteme müssten unter Beachtung der Fruchtfolge sowie der Sortenwahl so gestaltet werden, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimiert werden könne, lautet ein weiteres Ziel. Die Sicherung der Bodenfruchtbarkeit gemeinsam mit einer hohen Effizienz der Düngung sowie die Förderung der Vielfalt der Kulturlandschaft und der Biodiversität werden genannt. Ebenfalls verfolgt werden müsse die Anpassung an Klimaveränderungen sowie die Minimierung von Treibhausgasemissionen. Dabei gelt es die Wettbewerbsfähigkeit des Ackerbaus zu erhalten und zu verbessern. Dies alles müsse dazu beitragen, das Zusammenleben im ländlichen Raum zu sichern, heißt das letzte Ziel. 

Das Entwickeln neuer Strategien für die Lanwirtschaft sei eigentlich nichts Neues, sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied bei der Vorstellung der Ackerbaustrategie. Wirklich neu sei jedoch, dass eine derartige spezielle Strategie nunmehr der Öffentlichkeit vorgestellt und zur Diskussion eingeladen werde. Grund dafür sei das starke gesellschaftliche und politische Interesse. Das jetzt vorliegende knapp 15 Seiten umfassende Dokument sei zu verstehen als "Roadmap und Instrumentenkasten für die Zukunft des  Ackerbaus", so Rukwied.

Als Leitbild des Handelns beschrieb DLG-Präsident Hubertus Paetow das bewährte Konzept des integrierten Landbaus, welcher um die verantwortungsvolle Nutzung moderner Technologien erweitert werden müsse. Grundvortaussetzung dafür seien nach wie vor die wissenschaftliche gefundenen Antworten auf die komplexen Herausforderungen aus Produktion, Umwelt und Gesellschaft, so Paetow.
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Ackerbau DBV

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