Afrikanische Schweinepest

Erste Fälle in Bulgarien aufgetreten


Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist erstmals in Bulgarien nachgewiesen worden. Mais aus Rumänien und Bulgarien wird hierzulande gemieden.

Vier Schweine sind im Dorf Tutrakanzi im Raum Warna an der Seuche verendet, teilte die staatliche Agentur für Lebensmittelsicherheit in Sofia mit. Wegen des Ausbruchs der ASP in Rumänien hatte Bulgarien Ende Juli mit der Errichtung eines 133 km langen Schutzzaunes entlang der Grenze begonnen. Schweinekadaver von an ASP verendeten Tieren schwimmen in Rumänien durch die Donau. Dabei handelt es sich nicht um Wildschweine, sondern laut der Tiergesundheitsbehörde um Hausschweine, die vermutlich aus Kleinsthaltungen stammen und wohl im Fluss entsorgt wurden. Nun wird befürchtet, dass auch Wasser als Übertragungsweg des Virus in Frage kommt.

Rumänien ist derzeit mit 700 erkrankten Tieren der europäische Spitzenreiter bei ASP-Infektionen in Hausschweinebeständen. Vor allem an der Schwarzmeerküste, im Donaudelta und entlang der Donau breitet sich das Virus aus. Dabei ist auch einer der größten Schweinemastbetriebe des Landes betroffen. In den kommenden Wochen sollen über 350.000 Schweine in Rumänien getötet werden und auch große Teile der Ernte – vor allem Mais aus den betroffenen Gebieten – soll verbrannt werden, um den Virus zu stoppen.

„Die Vermutung, dass sich das Virus auch über die Donau verbreiten könnte, ist zwar noch nicht verifiziert aber es würde das Problem verschärfen. Auf keinen Fall sollten infizierte Kadaver in Flüssen schwimmen, denn das Virus hält sich monatelang darin lebensfähig. Wildschweine fressen Aas, so setzt sich die Ausbreitung fort“, sagt Stefan Wille-Niebur, vom Bauernverband in Mecklenburg-Vorpommern. 

Laut Tierseucheninfo sind große Bereiche des Donaudeltas in einem Biosphärenreservat gelegen, in dem nicht gejagt werden darf. Daher ist die ASP-Situation im Wildschweinbestand derzeit noch nicht klar. Auch in Lettland, Litauen, Polen und der Ukraine kam es in im August in Hausschweinbeständen zu weiteren ASP-Ausbrüchen.

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