Afrikanische Schweinepest (ASP)

Rabobank warnt vor Folgen der Schweinepest


Erhebliche Probleme für den europäischen Binnenmarkt sieht die Rabobank, falls sich die Schweinepest weiter ausbreiten sollte.
Foto: Kauer/DJV
Erhebliche Probleme für den europäischen Binnenmarkt sieht die Rabobank, falls sich die Schweinepest weiter ausbreiten sollte.

Eine ASP-Ausbreitung in mehreren Ländern Westeuropas würde den Welthandel mit Schweinefleisch massiv beeinträchtigen, meint die niederländische Rabobank. Bisher ist nur Belgien betroffen.

Der Nachweis der ASP an Wildschweinen in Belgien am 13. Septmber 2018 habe große Auswirkungen auf die gesamte inländische Schweineerzeugung. Die Produktion sei sehr stark auf den Export fokussiert, heißt es in einer aktuellen Analyse  der Rabobank. Rund 942.000 t Schweinefleisch seien im Jahr 2017 aus Belgien exportiert worden, vorwiegend in europäische Nachbarländer. Weniger als 10 Prozent der Ausfuhren gingen in Drittländer, hauptsächlich nach China/Hong Kong sowie die Philippinen. Der Anteil Belgiens an der europäischen Schweinefleischausfuhr wird in der Analyse auf nur 2,5 Prozent beziffert.

Sollte sich die ASP über Belgien hinaus in europäische Nachbarländer wie Deutschland, Spanien, Dänemark oder die Niederlande ausbreiten, wären jedoch erhebliche Auswirkungen für den internationalen Handel sowie für den europäischen Binnenmarkt zu erwarten. So würden derzeit allein aus den Niederlanden rund 430.000 t Schweinefleisch außerhalb der EU vermarktet. Im Fall eines ASP-Ausbruchs in den Niederlanden würde diese Menge innerhalb der EU vermarktet werden müssen mit entsprechenden Konsequenzen für die Marktpreise.

Ferkelhandel ebenfalls betroffen

Auch der zwischenstaatliche Handel mit lebenden Tieren wäre im Fall eines Nachweises der ASP in einem oder mehrerer der genannten Länder beeinträchtigt. Mehr als 15 Millionen Ferkel und Mastschweine werden in der EU jährlich grenzüberschreitend gehandelt, so die Rabobank. Im Fall eines ASP-Ausbruchs ergäbe sich die Frage, was mit den Ferkeln geschehen könne, da sowohl für Ferkel sowohl aus Dänemark als auch aus den Niederlanden keine inländischen Mastkapazitäten vorhanden seien.

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