Afrikanische Schweinepest

Bauernverband fordert mehr Geld

DBV-Vize Werner Schwarz wirbt vor der Presse um Unterstützung gegen die Tierseuche ASP.
Foto: J_Struck
DBV-Vize Werner Schwarz wirbt vor der Presse um Unterstützung gegen die Tierseuche ASP.

Zur Vermeidung eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland fordert der Deutsche Bauernverband (DBV) Untersützung von Bund und Ländern. In Berlin präsentiert er ein Maßnahmenpaket. 

"Wir fordern ein bundeseinheitliches Vorgehen in der Seuchenprävention", betonte der Vizepräsident des DBV, Werner Schwarz, heute in Berlin. Schwarz verwies auf einen Katalog notwendiger Maßnahmen, um das Einschleppen der in östlichen Nachbarländern Deutschlands grassierenden Tierseuche zu vermeiden.

Größte Bedeutung habe dabei die konsequente und nachhaltige Reduktion des Schwarzwildbestandes. Als Ziel nannte er eine Verminderung der Wildschweinpopulation um 70 Prozent. Dazu dienen könne eine Aufwandsentschädigung für erlegtes Schwarzwild, wie sie in einigen Bundesländern bereits praktiziert werde. Auch könne das in Hoheit der Länder liegende Jagdrecht länderübergreifend gestaltet werden, um das Krisenmanagement effektiver zu gestalten. Ein Riskopotenzial bestehe auch in den Verkehrsbewegungen. Daher sei die Aufstellung mehrsprachiger Warntafeln entlang der Autobahnen ebenfalls ein zielführender Schritt, betonte Schwarz. Grundsätzlich wünscht der DBV, durch verstärkte Aufklärung der Bevölkerung eine höhere Sensibilisierung für das Risiko der ASP zu erzielen.  

Notwendig seien auch massive finanzielle Investitionen in Präventionsmaßnahmen. Gleichzeitig müssen alle Beteiligten aber auch für den Ernstfall vorbereitet sein, appellierte Schwarz. 

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