Afrikanische Schweinepest

Dänemark macht Grenze für Wildschweine dicht


Die nördlichen Nachbarn wollen sich besser gegen die Afrikanische Schweinepest schützen. 2019 soll ein Zaun an der deutschen Grenze stehen. Gleichzeitig erreicht der dänische Schweinebestand Höchstwerte.

Im Frühjahr 2019 soll ein Zaun an der deutsch-dänischen Grenze vor Wildschweinen schützen. Die dänische Umweltbehörde hat in dieser Woche das Bauvorhaben genehmigt. Der Schutzzaun soll 70 km lang und 1,5 m hoch werden und mehr als 10 Mio. € kosten. Kritik an dieser Maßnahme kommt von mehreren Seiten. Tierschützer warnen davor, dass sich die Tiere andere Wege suchen könnten wie Straßen und Bahngleise, auf denen sie Verkehrsgefahren ausgesetzt sind. Darüber hinaus wären auch andere Wildtiere, beispielsweise Wölfe, in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Als weiteres Argument gegen den Zaun wird die Tatsache angeführt, dass Wildschweine schwimmen können. 

Das Land hat fast 13 Millionen Schweine 

Die Schweineporduktion ist in Dänemark ein bedeutender Wirtschaftszweig. Das dänische Statistikamt meldet Höchstwerte beim Schweinebestand. Zum Stichtag 1. Juli 2018 standen fast 13 Millionen Schweine in den Ställen. Das sind 3,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und bildet die höchste Bestandszahl seit zehn Jahren. Die Zusammensetzung des dänischen Schweinebestands hat sich in den vergangenen zehn Jahren vor allem wegen des Exportgeschäfts stark verändert. 2008 gingen rund 23 Prozent der Jahresproduktion in den Export. 2017 betrug der Export bereits rund 45 Prozent. Vor allem Ferkel und Jungschweine sind für den Auslandsmarkt bestimmt.

In der wöchentlich neu aufgelegten Karte des Friedlich-Loeffler-Instituts zur Afrikanischen Schweinepest ist Dänemark nicht verzeichnet. Brennpunkte der Seuche bilden die osteuropäischen Länder Rumänien und Polen sowie das Baltikum. Vor allem in Rumänien mehren sich die Ausbrüche in der Nutztierhaltung.
Foto: FLI

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