Afrikanische Schweinepest

„Der menschliche Faktor“


Infiziertes Fleisch von Touristen aus Russland und Weißrussland gilt neben den Wildschweinen als gefährlicher Übertragungsweg der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die EU-Agrarminister fordern verschärfte Kontrollen.

"Es geht darum, unter allen Umständen zu verhindern, dass verseuchtes Fleisch durch Zufall in die EU gerät und dort zu einer Verbreitung der Seuche führt“, warnte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Die Bedeutung des menschlichen Faktors bei der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest hielten die Minister dann auch in ihren Schlussfolgerungen gestern in Brüssel im EU-Agrarrat fest.

Die Seuchenbekämpfung durch die baltischen Länder, durch Polen und die Tschechische Republik lobten die Minister. Allerdings könne die Kooperation zwischen den EU-Mitgliedstaaten immer noch verbessert werden, mahnten einige Ländervertreter an. Dänemark forderte bessere Kontrollen an den Grenzen und erhöhte Forschungsanstrengungen. EU-Verbraucherkommissar Vytenis Andriukaitis erwiderte, es gebe bereits einen erheblichen Aufwand zur Erforschung der Seuche.

 

stats