Afrikanische Schweinepest

Hauk kündigt 12-Punkte-Plan an

Der Baden-Württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk hat einen 12-Punkte-Plan vorgelegt, der den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verhindern soll. Es gibt auch Geld.

Wegen den „dramatischen wirtschaftlichen Folgen für die heimische Landwirtschaft“ müsse um jeden Preis verhindert werden, dass die Seuche in Deutschland Fuß fassen könne. Im Falle eine Ausbruchs würde etwa ein sofortiger Exportstopp für Deutschland verhängt werden. Landwirtschaftsminister Hauk verwies auf das Beispiel von Estland, wo die Seuche seit 2014 wütet. Von den ehemals 701 schweinehaltenden Betrieben gäbe es heute nur noch 127.

Der Plan sieht unter anderem vor, die Wildschweinbestände dramatisch zu reduzieren. Dazu müssten auf großer Fläche, unter Einsatz von Nachtjagdmitteln und trotz der Schonzeit Wildschweine bejagt werden. Tatsächlich wäre es schwierig, der Seuche Herr zu werden, wenn sie die lokale Population als Reservoir nutzen könnte. Das könnte die Seuchenbekämpfung um Jahre hinziehen. Der Plan sehe aber auch strengere Biosicherheitsmaßnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben und die strikte Eindämmung von verendeten Tieren vor. Ganz besonderen Wert habe eine Informationskampagne, die den Hauptüberträger der Seuche behandelt: den Menschen. Die Seuche breitet sich hauptsächlich über menschliche Fehler aus. Hier könne man angreifen.


Für die Maßnahmen stellt das Baden-Württembergische Ministerium für das Jahr rund drei Mio. Euro bereit. Bei Bedarf und in Abhängigkeit des weiteren Seuchenverlaufs könne man über "weitere Maßnahmen" reden.

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