Afrikanische Schweinepest

Neuer Infektionsherd in Belgien


Der neue Infektionsherd liegt nah an der Drei-Länder-Grenze.
Carsten Przygoda / pixelio.de
Der neue Infektionsherd liegt nah an der Drei-Länder-Grenze.

Die Afrikanischen Schweinepest breitet sich in Belgien weiter aus. Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz berichtet von einem neuen Infektionsherd in der belgischen Provinz Luxemburg. 

Der Landesjagdverband beruft sich dabei auf die deutschsprachige belgische Rundfunkanstalt BRF, die Anfang Juli von einem neuen Ausbruch in der in der Nähe von Ibingen (Aubange) in der belgischen Provinz Luxemburg berichtet hat. Der Ort liege demnach im Dreiländereck Belgien, Frankreich und Luxemburg, jeweils nur etwa 2 km von der Grenze entfernt.

Vor diesem Hintergrund habe der wallonische Landwirtschaftsminister René Collin neue Maßnahmen ergriffen. Unter anderem wurden zusätzliche 7.000 Hektar Wald abgesperrt. Der Minister begründete die Entscheidung dem Bericht nach auch damit, dass im Frühjahr und bis zum Beginn des Sommers die meisten Frischlinge geworfen würden und in diesem Zeitraum möglichst wenig Unruhe im Wald herrschen solle, damit die Tiere nicht in benachbarte Gebiete wandern und um die Suche nach Kadavern nicht zu beeinträchtigen.

Collin bekräftigte zudem das Ziel, den Wildschweinebestand in Wallonien bis zum 1. März 2020 zu halbieren. Nach Behördenangaben wurden im laufenden Jagdjahr 2018/19 bereits mehr als 35.000 Wildschweine erlegt, was einen neuen Rekordwert darstellt und die Vorjahreszahl um 28 Prozent übersteige.

Der Verband berichtet weiter, dass bis zum 24. Juni 2019 in Belgien 3.166 Wildschweine auf ASP untersucht wurden, davon bisher 823 mit positivem Ergebnis.

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