Afrikanische Schweinepest

Prävention ist das Gebot der Stunde


Die Angst vor einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland erreicht die breite Öffentlichkeit. Der Bauernverband rechnet mit großen Schäden.

Rund 300 km ist die Afrikanische Schweinepest, ASP, nur noch von Deutschland entfernt. In Tschechien und Polen grassiert die Seuche schon seit einigen Monaten. Vor allem Schweinehalter im Grenzgebiet fürchten einen Ausbruch der Seuche in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Wildschweine sind der gefährlichste Überträger des Virus. Öffentlich spricht sich der Deutsche Bauernverband (DBV) dafür aus, 70 Prozent der Wildschweine in Deutschland zu bejagen. Die Bestände seien zu hoch, sagte DBV-Generalsekretär Krüsken im ARD-Morgenmagazin. Landkreise im Norden blasen zu vorbeugenden Wildschweinjagden. Der DBV fordert, die Restriktionen für die Wildschweinjagd aufzuheben.

Als Reaktion auf die drohende Ausbreitung der ASP nimmt Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) nun eine Anregung des Landkreistags Brandenburg auf, eine Abschussprämie für Wildschweine ab 1. April landesweit anzubieten. Gezahlt wird eine Prämie von 50 Euro für jedes Stück Schwarzwild, das über den Streckenwerten des Jagdjahres 2015/2016 (Referenzjahr) erlegt wird, gezahlt werden.





Eine Übertragung des Virus ist über Wildschweine möglich, die auf Autobahnraststätten kontaminierte Essensreste fressen. Auch Raben sind Überträger. Verendete Wildschweine sind vor den Raben nicht sicher, sagt ein Landwirt in Brandenburg. Sie könnten das Virus vom Wildschwein auf die Hausschweine übertragen. Er will nicht ausschließen, dass bei einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest, sein Schweinebestand gekeult werden muss. Der DBV stellt heute in Berlin weitere Präventionsmaßnahmen und das Schadensausmaß bei einem Ausbruch in Deutschland vor.

 

 

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