Afrikanische Schweinepest

Rumänien bekommt die Lage nicht in den Griff

Deutschlands Agrarbranche ist besorgt über die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). In China wird mit einem erhöhten Importbedarf von Fleisch gerechnet.


In China breitet sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiter aus. Händler erwarten dass es zu einem erhöhten Importbedarf von Schweinefleisch kommen könnte. Daran könnte auch die EU partizipieren. Eine Einschränkung des chinesischen Schweinemarktes durch ASP würde aber auch wieder zu Neueinstallungen und einem erhöhten Futterbedarf führen. Ein Ausbruch der ASP in Deutschland würde Schweinefleisch-Exporte schnell wieder zunichte machen. Auch die Getreidewirtschaft ist alarmiert. Aufgrund der ASP in Rumänien werden Maiseinfuhren besonders geprüft. Manchen Mischfutterhersteller lehnen Mais und Getreide aus Osteuropa wegen einer Einschleppung vorneweg für ihre Produktion ab.
China ist der weltweit größte Produzent von Schweinefleisch. Der Anteil liegt bei 46 Prozent oder 55 Mio. t im Jahr. Die EU produziert rund 23 Mio. t Schweinefleisch 2016 und hält einen Anteil am Weltmarkt von 20 Prozent. Das Gesamtvolumen schätzt die FAO auf rund 118 Mio. t Schweinefleisch weltweit.

Größtes Ausmaß seit zweitem Weltkrieg

Die EU-Kommission hatte sich am Donnerstag besorgt über das Ausmaß der Afrikanischen Schweinepest in Rumänien gezeigt. Insbesondere nahe der Grenzen zur Ukraine und zur Republik Moldau sei die Lage besorgniserregend. Die Afrikanische Schweinepest hat in Rumänien nach Behördenangaben von Ende August das größte Ausmaß seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht. Betroffen sind acht osteuropäische Staaten sowie Russland. Deutschland ist von der Seuche bisher nicht betroffen, doch das Risiko wächst.

Die Karte der ASP-Prävalenz mit Stand vom 4. September 2018.
Bild: Friedrich Löffler Institut
Die Karte der ASP-Prävalenz mit Stand vom 4. September 2018.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats