Afrikanische Schweinepest

Sorge nimmt zu

Auch die Ernährungsindustrie äußert Bedenken über die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Das Bundesland Niedersachsen stellt zusätzliche Finanzmittel für Präventionsmaßnahmen bereit.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) befürchtet bei einem Ausbruch der ASP in Deutschland schwerwiegende Folgen für die Lebensmittellieferketten. Gleichzeitig ruft der Verband zu einer sachlichen und risikoorientierten Debatte auf.

"Die Tierseuche würde zu hohen Verlusten in der Schweineproduktion führen und stellt damit auch für die mit ihr verbundenen Wirtschaftszweige der gesamten Lebensmittelkette ein Problem dar", erklärt BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. So würden auf der Zuliefererseite zum Beispiel die Nachfrage nach Nebenprodukten der Mühlen- und Stärkewirtschaft als Futtermittel wegbrechen, so die BVE.

Der Export von Schweinefleisch in Drittländer würde von heute auf morgen zusammenbrechen. Grund dafür sei, dass die in den zugrundeliegenden bilateralen Veterinärvereinbarungen vorgesehene ASP-Freiheit nicht mehr gegeben wäre. Die entstehende Verwerfungen im sensiblen Gefüge von Angebot und Nachfrage würden alle Bereiche der Lebensmittelkette betreffen. Daher sehe die BVE die Bundesregierung in der dringenden Pflicht, Verhandlungen mit den Drittstaaten aufzunehmen. Ziel müsse sein, die ASP-Regelungen in den Exportzertifikaten auf einen Ausbruch bei Hausschweinen zu beschränken.


 

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