Agrar-Karrieretag

Student trifft Beruf

Agrar-Karrieretag: Student trifft Beruf



Agrarstudenten haben auf dem Karrieretag in dieser Woche wichtige Informationen für künftige Bewerbungsgespräche erhalten. Wer noch etwas ziellos ist, dem wird sogar mal ein Schnuppertag angeboten.

Wie kommuniziert man als Berufseinsteiger, dass einem Freizeit wichtig ist? Auf diese Frage erhielten die Studenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn am Mittwoch während des Agrar-Karrieretags, den die agrarzeitung (az) gemeinsam mit dem VDL – Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt veranstaltet, eine Antwort. Es sei keine Schande, sich den Einklang von Beruf und Privatleben zu wünschen, meinte Referentin Jennifer Neumann, AFC Personalberatung. Der Ton macht allerdings die Musik. Im Bewerbungsgespräch ist daher folgende Formulierung angebracht: „Neben meinem Beruf ist es mir wichtig, meinen Hobbys nachzugehen. Wie regeln Sie das in Ihrem Unternehmen?“ 

Wichtig ist es außerdem, sich vor dem Bewerbungsgespräch Gedanken über das gewünschte Jahresgehalt zu machen. Um nicht völlig planlos in das Gespräch zu kommen, empfiehlt Neumann, sich einen Überblick im Internet zu verschaffen. Ein Querschnitt dieser Gehaltsangaben gilt als Anhaltspunkt für die eigenen Gehaltswünsche. Außerdem, ergänzt Neumann, fragten Arbeitgeber selten plump und direkt, wenn sie etwas herausfinden wollen. Falls diese beispielsweise wissen wollen, inwieweit ein Berufseinsteiger sich an ihr Unternehmen binden will, wird kaum direkt gefragt. Vielmehr muss der Bewerber darauf antworten, wo er sich in fünf Jahren sieht. Neumann rät zu einem rein fachlichen Ausblick, anstatt womöglich eine Lüge zu erfinden.

Alfred Gehring, Verkaufsleiter beim Mischfutterhersteller Bröring, erklärte, welche Kompetenzen ein Mitarbeiter im Vertrieb im ersten Berufsjahr erlangt. Neben der fachlichen und persönlichen werde die Methodenkompetenz vertieft. Man lernt Probleme zu lösen, Informationen zu beschaffen und zu strukturieren. Gehring betonte, dass die Freude am Umgang mit Menschen eine Grundvoraussetzung für diesen Job ist. Wer keinen Spaß daran habe, langfristige Beziehungen zum Kunden aufzubauen, sei kein guter Verkäufer. Wer sich unsicher sei, ob dieser Beruf Spaß mache, solle mal einen oder zwei Tage mitfahren, schlug Gehring vor. Der Agrar-Nachwuchs sei jedenfalls heiß begehrt, das ließen die Firmen allesamt durchblicken.

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