Agrarflächen

Bodenpreise in Europa geben nach


Die Preise für Ackerflächen in Deutschland ziehen weiter an.
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Die Preise für Ackerflächen in Deutschland ziehen weiter an.

Das Preisniveau für Agrarflächen weltweit ist seit dem Jahr 2002 deutlich gestiegen. Doch mit Ausnahme Deutschlands sinken sie seit einiger Zeit in bedeutenden Ländern Europas. 

Seit 2002 ist das Preisniveau für Agrarimmobilien weltweit um durchschnittlich 12 Prozent pro Jahr gestiegen, berichtet das international tätige Immobilien Unternehmen Savills. Dies geht aus dem aktuell ermittelten Global Farmland Index (GFI) der Gesellschaft hervor. Untersucht wurden den Angaben zufolge 15 Schlüsselmärkte. Dazu gehören die Länder Argentinien, Australien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Kanada, Neuseeland, Polen, Rumänien, Ungarn, Uruguay, USA und das Vereinigte Königreich.

Preise in Irland und im Vereinigen Königreich fallen

Der GFI beinhalte eine sogenannte „Risikomatrix“, welche die regionale Performance der Agrarwirtschaft im Zeitraum von 2002 bis 2018 veranschauliche. Daraus gehe hervor, dass nach einer Phase des starken Wachstums in Westeuropa die Werte in den letzten fünf Jahren mit Ausnahme von Deutschland gesunken seien. Dabei sei der stärkste Rückgang mit jeweils drei Prozent im Vereinigten Königreich sowie Irland zu verzeichnen. Auch in Frankreich seien die Preise um 1,5 Prozent gesunken. Für Deutschland dagegen ergebe sich ein Plus von 5,4 Prozent.

Gute Infrastruktur in Deutschland

„Beeinflusst wird die Preisentwicklung durch lokale Faktoren, wie beispielsweise die Qualität des Bodens, das Klima, die verfügbare Infrastruktur im Logistiknetz, Wasserressourcen und Sicherheit sowie das politische Umfeld“, wird Michael Weiß, Senior Consultant Forst- und Agrarinvestment bei Savills zitiert. Deutschland  punkte hierbei mit einer soliden Infrastruktur und dem gut ausgebauten Verkehrsnetz. Diese böten einen hervorragenden Zugang zu landwirtschaftlichen Betrieben und Märkten. Auch sprechen ein geringes politisches Risiko sowie die überschaubaren Beschränkungen für ausländische Investitionen für die Region. Allerdings seien die Einkommenserträge und das Potenzial zur Ertragsmaximierung limitiert, da die landwirtschaftlichen Systeme bereits gut entwickelt seien. 

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