Agrarkrisen

Mehr Spielraum für nationale Beihilfen


Die Mitgliedstaaten sollen durch die Anhebung flexibler gemacht werden, so EU-Agrarkommisar Phil Hogan.
Bild: IGW
Die Mitgliedstaaten sollen durch die Anhebung flexibler gemacht werden, so EU-Agrarkommisar Phil Hogan.

EU-Mitgliedstaaten sollen sich zukünftig stärker an Krisenhilfen für Landwirte beteiligen. Deshalb erhöht die EU-Kommission die Obergrenze für schnelle und genehmigungsfreie Beihilfen im Agrarsektor.

Bisher dürften die EU-Mitgliedstaaten 15.000 € über drei Jahre hinweg den landwirtschaftlichen Betrieben zahlen, ohne für diese nationalen Beihilfen die Zustimmung der EU-Kommission einholen zu müssen. Die Obergrenze für die Hilfen wird zukünftig auf bis zu 25.000 € angehoben. Die EU-Mitgliedstaaten sollten in Krisenzeiten schnell und flexibel handeln können, erklärte EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Krisen auf den EU-Agrarmärkten durch einbrechende Exporte ins Vereinigte Königreich könnten bei der Entscheidung der EU-Kommission eine Rolle gespielt haben, auch wenn Hogan nicht darauf hinwies.

Die Beihilfen im Rahmen der sogenannten „De minimis Regelung“ werden den Landwirten vor allem bei Preiseinbrüchen durch Tierseuchen oder bei Schäden durch Wildschweine von den EU-Mitgliedstaaten gezahlt.

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