Agrarwirtschaft

Akzeptanz durch Kooperation

Eine zukunftsfähige Agrarwirtschaft ist auf die Zusammenarbeit verschiedener gesellschaftlicher Akteure angewiesen. In Niedersachsen sollen Lösungen entwickelt werden.

"Isolierte Fachdisziplinen können auf die drängenden Fragen zum Tierwohl, zum zukunftsfähigen Nährstoffmanagement oder zu neuen Grundsätzen für die Vereinbarkeit von Landwirtschaft und Umwelt immer nur Teilantworten geben", sagt Prof. Hans Schulte-Nölke von der Universität Osnabrück. Als Vorsitzender des Fachbeirats der "Kooperation zur Transformationswissenschaft für die agrarischen Intensivregionen im Nordwesten Niedersachsens" betont er die Notwendigkeit, fachliche und institutionelle Grenzen zu überwinden, heißt es in einer Mitteilung der Universität Vechta, der Koordinierungsstelle der Kooperation. 

In seiner Auftaktveranstaltung habe der Fachbeirat bekräftigt, dass die Agrarwirtschaft in landwirtschaftlichen Intensivregionen in den kommenden Jahren einen großen Veränderungsdruck bewältigen müsse. Die teilnehmenden Fachleute seien sich einig, dass Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGO) und Wirtschaft bei der Lösung der anstehenden Aufgaben noch enger zuammenarbeiten müssten. Ebenso wichtig sei der Dialog mit der Bevölkerung. Ein übergreifender Forschungsansatz können nur erreicht werden, wenn Meinungen aber auch Wissen aller Akteure bei der Entwicklung von Maßnahmen einbezogen würden. 

An der Kooperation beteiligt sind die Universitäten Göttingen, Osnabrück und Vechta sowie die Tierärztliche Hochschule Hannover. Aus der Wirtschaft engagieren sich die Industrie- und Handelskammern (IHK) Oldenburg, Osnabrück, Emsland, Grafschaft Bentheim sowie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF). Die NGO sind repräsentiert durch den WWF Deutschland, den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Niedersachsen.  Ebenfalls beteiligt sind die niedersächsischen Ministerien für Ernährung  und Landwirtschaft sowie Wissenschaft und Kultur. Die Kooperation wird mit jährlich 150.000 finanziert, die zu gleichen Teilen von Wissenschaft und Wirtschaft bereitgestellt werden.  


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