Prognose

Maiserträge in Mato Grosso überraschen


Foto: Pixelio/Sacha Hübers

Die zweite Maisernte in Brasilien fällt etwas besser aus als erwartet. Hohe Wassergehalte in den Kolben und eine schwache Nachfrage bremsen die Arbeiten.

Das brasilianische Beratungsunternehmen AGRural hat seine Prognose für die zweite Maisernte im Zentrum und im Süden des Landes um 300.000 t auf 53,6 Mio. t angehoben. Für einige Bundesstaaten haben sich die Aussichten zwar verschlechtert, bessere Erträge in Mato Grosso und Goiás würden die Ausfälle aber mehr als kompensieren.

Gegenüber dem Rekordergebnis im vergangenen Jahr (63,5 Prozent Mio. t) fällt die zweite Maisernte in der Region um 15,6 Prozent kleiner aus, ist aber noch immer die zweitgröß1te in der brasilianischen Geschichte. Der Rückgang resultiert aus einer um 5,3 Prozent kleineren Anbaufläche von 10,2 Mio. ha und 10,9 Prozent niedrigeren Erträgen von 86,3 Säcken je ha (5,18 t/ha). Ursache für die Ertragseinbußen unterdurchschnittlichen Regenfälle im April.


In einer Kombination der Schätzungen von AGRural und Conab ergibt sich für ganz Brasilien ein Anstieg der zweiten Maisernte um 100.000 t auf 57,1 Mio. t, das sind 10,3 Mio. t weniger als vor einem Jahr. Die gesamte Maisproduktion 2017/18 aus der ersten und zweite Ernte wird nun auf 83,8 Mio. t geschätzt (2016/17: 97,8 Mio. t).

Das Tempo der Ernte ist langsamer als in den Vorjahren. Im Süden und im Zentrum des Landes waren die Arbeiten bis zum 5. Juli erst auf 16 Prozent der Flächen beendet, das sind 4 Prozent weniger als im Fünfjahresdurchschnitt. Grund für die Verzögerungen sind laut AGRural hohe Wassergehalte in den Kolben und eine schleppende Nachfrage nach Mais.

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