Aktion in Brake

Greenpeace protestiert gegen Soja-Einfuhr


Die Organisation Greenpeace hat mit einer Aktion im Hafen von Brake gegen den Import von Soja-Futter für die Nutztierhaltung aufmerksam gemacht. In den frühen Morgenstunden wurde ein Frachter mit einem Schriftzug bemalt. 

Aktivisten bemalten am frühen Sonntag den Rumpf eines aus Brasilien kommenden Soja-Frachters mit der Aufschrift "Climate Crime" (Klimaverbrechen). Außerdem besetzten rund 19 Aktivisten Ladekräne im Hafen und entrollten ein Banner mit der Aufschrift "Klima-Notstand. Soja-Futter zerstört Wälder". Das berichten mehrere lokale Medien, die sich zudem auf Angaben der Polizei berufen. 

Die Aktivisten weigerten sich demnach, die Ladekräne freiwillig zu verlassen. Erst am späten Nachmittag gelang es Spezialkräften der Polizei, die Aktivisten von den etwa 40 Meter hohen Kränen zu holen. Sie leisteten dabei keinen Widerstand. Die Polizei leitete laut Radio Bremen ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs ein.

Greenpeace will Soja-Importe stoppen

Greenpeace selbst teilte mit, gegen den Import von Soja aus zerstörten Wald- und Savannengebieten zu protestieren. Mit dem Protest wolle die Organisation deutlich machen, "dass der Import von Soja-Futter für die Massentierhaltung den Klimanotstand weiter verschärft, wenn für den Anbau wertvolle Ökosysteme verschwinden, die Kohlendioxid binden können." „Wir fordern die Bundesregierung auf, die Einfuhr von Soja aus Waldzerstörung umgehend zu stoppen“, sagt Dirk Zimmerman, Landwirtschafts-Experte von Greenpeace. „Zugleich muss sie mit Anreizen für die hiesige Landwirtschaft zu einer artgerechten Haltung mit deutlich niedrigeren Tierzahlen kommen.“

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  1. Gottfried Glaab
    Erstellt 5. August 2019 23:31 | Permanent-Link

    Dann ist man etwa bei Greenpeace für Massentierhaltung wo anders auf der Welt und führt dann von dort die billigen Lebensmittel ein, die dann ebenfalls unsere Landwirtschaft zerstören? Was gibts für Vorschläge die wachsende Weltbevölkerung zukünftig zu ernähren?

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