Antibiotika

EU beschränkt den Einsatz im Stall

Die Regeln für Antibiotika in der Tierhaltung werden verschärft. Das Europaparlament, der Ministerrat und die EU-Kommission einigen sich auf eine Reform der Verordnung für Tierarzneimittel und für Arzneifuttermittel.

Im Stall dürfen Reserveantibiotika nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt werden. Um Resistenzen zu verhindern, werden bestimmte Antibiotika ausschließlich für die Humanmedizin reserviert. Außerdem sollen die verschärften Auflagen für Tierarzneimittel sowohl für die heimische Produktion, als auch für den Import von Fleisch gelten. Gleichzeitig verständigten sich die Institutionen im Trilog in Brüssel auf eine neue Gesetzgebung für Arzneifuttermittel. Diese dürfen nicht mehr vorbeugend in Stall eingesetzt werden. Antibiotika dürften schlechte Haltungsmethoden keinesfalls ausgleichen, betonten die Abgeordneten im EP-Agrarausschuss. Wenn einzelne Tiere erkranken, ist es zudem unzulässig, gleich dem gesamten Bestand über die Fütterung Antibiotika zu verabreichen. Das ist nur in Ausnahmefällen bei ansteckenden Krankheiten erlaubt. Dem Ergebnis des Trilogs müssen das Plenum des EP und die EU-Mitgliedstaaten noch zustimmen.

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