Antibiotika

Resistenzen bleiben globales Problem

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner klärt in Marroko über Antibiotikaresistenzen auf.
Bild: Pixabay / Ulleo
Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner klärt in Marroko über Antibiotikaresistenzen auf.

In Marokko diskutieren Experten der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) über die Gefahr zunehmender Antibiotikaresistenzen. Bundesagrarministerin Julia Klöckner berichtet über Erfahrungen aus Deutschland.

Für die Bundesregierung habe das Thema Antibiotikaresistenzen hohe Priorität, heißt es aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium. Dabei müssten Sektoren wie die Human- oder Tiermedizin je nach spezifischen lokalen und nationalen Gegebenheiten passende Maßnahmen ergreifen.  

Die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020) fuße dabei auf den vier Säulen Resistenzentwicklung beobachten, Antibiotikamengen erfassen, Antibiotikaeinsatz minimieren, strenge Vorschriften zum Einsatz kritischer Antibiotika bei Tieren. Damit hätten nach Aussage von Klöckner konkrete Erfolge erzielt werden könne. So seien im "Grünen Sektor" der landwirtschaftlichen Veterinärmedizin die Antibiotikaabgabemengen in den vergangenen Jahren um 57 Prozent gesunken. Auch habe sich gezeigt, dass die Resistenzraten in vielen Bereichen rückläufig seien.

Auf einem solchen Weg gebe es immer Hürden und Herausforderungen, habe Klöckner vermittelt. Durch die positiven Erfahrungen in Deutschland wolle sie anderen Ländern Mut machen, das Ziel der Verringerung des Einsatzes von antibiotischen Präparaten konsequent und anhaltend zu verfolgen. Die bewährten und erfolgversprechenden Wege müssten auch international umgesetzt werden. Klöckner verwies darauf, dass sie mit ihren Ministerkollegen auf einem G-20-Treffen im Sommer 2018 hierzu konkret bereits vereinbart habe, dass Antibiotika nur zu therapeutischen, kurativen Zwecken und nicht präventiv oder zur Wachstumsförderung eingesetzt werden dürften.




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