Arbeitsmärkt

Ukrainer sollen bei der Ernte helfen


In der Landwirtschaft können Tausende Stellen nicht besetzt werden. Die Arbeitgeber fordern, den Arbeitsmarkt für Bürger aus der Ukraine zu öffnen.

Bei der Spargel- und Obsternte läuft nichts ohne Erntehelfer aus Osteuropa. Aber auch in vielen anderen landwirtschaftlichen Betrieben sind Mitarbeiter aus Polen, Rumänien und Bulgarien beschäftigt. Den Unternehmern fällt es immer schwerer, geeignete Arbeitskräfte zu finden. In Zukunft werde sich das Problem weiter verschärfen, befürchtet der Hauptgeschäftsführer des landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes GLFA, Burkhard Möller. Wenn sich die wirtschaftliche Lage in Osteuropa weiter verbessere, könnten in einigen Jahren weniger Erntehelfet nach Deutschland kommen.

Die Arbeitgeber in der Landwirtschaft würden deshalb in einigen Jahren gerne Arbeitskräfte aus der Ukraine nach Deutschland holen, sagte Möller in einem Gespräch mit DPA. Das Bundeslandwirtschaftsministerium wolle diese Möglichkeit prüfen. 2016 wurden in der deutschen Landwirtschaft 286.000 Saisonarbeitskräfte gezählt. Derzeit gebe es genügend Erntehelfer, so Möller. Regional gibt es aber Engpässe. So hatten Spargelproduzenten aus Brandenburg zu Saisonbeginn beklagt, dass viele ehemalige osteuropäische Mitarbeiter in diesem Jahr nicht wiedergekommen seien. Sie kündigten an, die Anbaufläche zu reduzieren.

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