Argentinien

Satelliten haben die Pampa im Fokus


Satelliten wie Sputnik, der erste künstliche im All, dienen zunehmend auch landwirtschaftlichen Zwecken.
Foto: Pixabay
Satelliten wie Sputnik, der erste künstliche im All, dienen zunehmend auch landwirtschaftlichen Zwecken.

Argentiniens Landwirte bekommen Unterstützung aus dem All. Satelliten sollen wichtige Informationen für Aussaat, Bestandspflege und Ernte liefern.

In wenigen Tagen soll der erste von vier Saocom-Satelliten in den Orbit aufsteigen. Der Start an Bord einer Falcon 9 Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX sei für den Zeitraum zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober geplant, teilte die argentinische Weltraumbehörde Conae mit. Aufgabe des Satelliten Saocom 1a ist es, Daten für die Landwirtschaft und den Katastrophenschutz zu sammeln. Unter anderem werden täglich Karten erstellt, die die Bodenfeuchte bis in eine Tiefe von zwei Metern dokumentieren. Es sollen Zonen identifiziert werden, die besonders hochwassergefährdet sind. Aus den Messdaten errechnete Trockenheitsindizes stellen das Brandrisiko dar. Dazu werden auch die argentinischen Wälder überwachst. Die Kameras sollen zudem Änderungen bei der Landnutzung frühzeitig erkennen und die Vulkane überwachen, um Ausbrüche besser vorhersagen zu können. Die Sensoren sind nicht auf das Sonnenlicht angewiesen und liefern deshalb auch bei Nacht oder bei bedecktem Himmel Daten.

Auch Ertragsschätzungen sollen möglich sein

Die Landwirtschaft erhofft sich von den Satelliten bessere Informationen für Entscheidungen zur Aussaat, Düngung und Bewässerung von Kulturen wie Soja, Mais, Weizen und Sonnenblumen. Geplant ist die Veröffentlichung von Karten, die über das Risiko von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen Auskunft geben. Auch bei der Ertragsschätzung könne der Satellit eine Schlüsselrolle einnehmen, denn er erlaube es in den entscheidenden Momenten Daten zu liefern. Der Start der beiden Satelliten war urspünglich für die Jahre 2010 und 2011 geplant. Nach dem Start von Soacom 1a soll Soacom 1b im kommenden Jahr folgen. Mindestens fünf Jahre lang sollen die Satelliten Daten zur Erde senden.

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