Artenvielfalt

Landwirtschaft am Pranger


Europäer sind wegen des Artenschwundes besorgt, zeigt eine Umfrage der EU-Kommission. Die Verantwortung der Landwirtschaft wird dagegen in den EU-Mitgliedstaaten unterschiedlich eingeschätzt.

Nach einer Umfrage der EU-Kommission wünschen sich fast alle Befragten Europäer ein größeres Engagement für den Artenschutz. 96 Prozent von den 27.000 Befragte gaben an, dass es in der Verantwortung des Menschen liegt, die Natur zu schützen, und dies auch für die Bekämpfung des Klimawandels wesentlich ist.

Agrarsubventionen dürften nicht die Artenvielfalt belasten, antworteten 49 Prozent der Befragten in Schweden, 46 Prozent der Niederländer und 43 Prozent der Deutschen. Österreich liegt mit 39 Prozent leicht darunter.
In Osteuropa wird die Landwirtschaft dagegen weniger in die Pflicht genommen. In Polen fordern lediglich 27 Prozent der Befragten, dass Agrarsubventionen nicht auf Kosten der Artenvielfalt gewährt werden dürfen. Auch in Ungarn, Kroatien, Litauen und Lettland wollen nur Minderheiten von 25 bis 29 Prozent unter den Befragten die GAP in Bezug auf die Artenvielfalt verbessern. Die Antworten spiegeln in etwa die Debatte unter den Ministern im EU-Agrarrat wider, wo osteuropäische Länder zusätzliche Umweltanforderungen eher ablehnen, wohingegen Schweden, die Niederlande und Deutschland diese verstärkt einfordern.

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