ASP

Behörden üben grenzübergreifend


Die aktuelle Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest zum Stichtag 5. Februar 2019.
Bild: FLI
Die aktuelle Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest zum Stichtag 5. Februar 2019.

Parallel zum Bau eines Schutzzauns üben Behörden in Deutschland und Dänemark die Bekämpfung der Schweineseuche. Simuliert wurde das Auftreten in einem grenznahen Betrieb.

Dänemark und Schleswig-Holstein haben gemeinsam die Bewältigung eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einem Hausschweinebestand geübt. Ziel des Manövers war es, die Kommunikationswege der Behörden zu testen. Auf deutscher Seite probten das Umweltministerium in Kiel, die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie das Bundeslandwirtschaftsministerium. 

Angenommen wurde ein Ausbruch von ASP in einem dänischen Betrieb nahe der deutsch-dänischen Grenze. In der Folge musste auch ein Beobachtungsgebiet in Schleswig-Holstein eingerichtet werden. Außerdem wurde eine Lieferung aus dem betroffenen dänischen Bestand in einen deutschen Betrieb simuliert. Die Lieferung erfolgte im Szenario kurz vor der Entdeckung der Seuche. In dem norddeutschen Bundesland kam ein auf Tierseuchen ausgerichtetes Krisenverwaltungsprogramm zum Einsatz.

Die ASP ist derzeit in vielen osteuropäischen Staaten verbreitet, unter anderem in Polen und Rumänien. Bisher gibt es jedoch keine Fälle in der Nähe der deutsch-dänischen Grenze. Nach dem Ausbruch im September in Belgien steigen die Nachweise dort wieder an. Positive Nachrichten kommen allerdings aus Tschechien: Dort ist es gelungen, einen Ausbruch von ASP in der Wildschweinpopulation einzudämmen und zu tilgen.

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