ASP in Rumänien

Lage außer Kontrolle


Die Afrikanische Schweinepest (ASP) grassiert in Rumänien. Die Veterinärbehörden bekommen die Seuche nicht in den Griff, lautet die wenig optimistische Einschätzung der EU-Kommission. 

Ausbreitungswege über das Wasser im Donaudelta lassen sich kaum kontrollieren. „Wir beobachten die Entwicklung in Rumänien mit großer Sorge“, erklärte eine Sprecherin von EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis am Donnerstag in Brüssel. Sie ermahnte die rumänischen Behörden, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die vorgeschriebenen Überwachungen, Kontrollen und Sperrzonen aus der EU-Gesetzgebung „konsequent umzusetzen“.

In Rumänien wurden inzwischen rund 700 Sperrbezirke eingerichtet. Dennoch kommt es wohl dazu, dass Fleisch von infizierten Tieren entgegen der Verbote verbreitet wird. „Der menschliche Faktor ist das größte Risiko“, gab Geronimo Branescu, der Präsident der rumänischen Veterinärbehörde ANSVSA, in einem Presse-Interview zu. Er wies zudem darauf hin, dass die ASP über das Wasser im Donaudelta übertragen werde. Der Virus könne Schweine infizieren, die aus dem Fluss trinken, oder über Insekten und Vögel im Delta verbreitet werden.

Bulgarien errichtet einen Sperrzaun an der rumänischen Grenze, um sich gegen die Ausbreitung der Seuche zu schützen. Der rumänische Präsident Claus Johannis hat sich eingeschaltet und die Effizienz seiner Behörden hinterfragt.

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