Australien/Neuseeland

EU-Mitgliedstaaten stimmen Verhandlungen zu


Die EU verlängert ihren Verhandlungsmarathon. Diesmal sollen die Zölle im Handel mit Australien und Neuseeland abgebaut werden. Der Rindfleischsektor der EU gerät dadurch erneut unter Druck.

Nach Japan, Mexiko und Singapur, nimmt die EU nun Australien und Neuseeland für ein Freihandelsabkommen ins Visier. Der EU-Ministerrat für Handel erteilte dazu der EU-Kommission ein Verhandlungsmandat. Das sei ein starkes politisches Signal der EU, betonte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström, zumal in Zeiten, in denen andere den einfacheren Weg des Protektionismus gingen. Malmström versicherte, die EU werde ihre Qualitätsstandards sicherlich beibehalten und Rücksicht auf sensible Agrarerzeugnisse nehmen. Durch den Freihandel mit den Pazifikstaaten würde vor allem der EU-Rindfleischsektor in Bedrängnis kommen. Außerdem haben die EU und Australien unterschiedliche Ansichten zur grünen Gentechnik. Der Agrarhandel spielt in den Gesprächen aber nur eine untergeordnete Rolle. Hauptsächlich möchte die EU ihren Zugang für Autos, Chemieerzeugnisse und Maschinen in Australien und Neuseeland verbessern.

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