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Was wichtig wird: agritechnica / Umweltministerkonferenz / Bauern-Proteste

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Blitzblanke Landmaschinen stellen in dieser Woche alles mit ihrer Farbenpracht in den Schatten. In dieser Woche zieht die Messe agritechnica wieder viele Besucher aus dem In- und Ausland nach Hannover. In Hamburg dagegen könnte es ungemütlicher ausfallen, Bauernproteste sind zur Umweltministerkonferenz angesagt.

 

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Am Montag präsentieren zahlreiche Aussteller ihre Neuheiten auf der agritechnica den interessierten Besuchern. Das Leitthema der Messe ist: „Global Farming – Local Responsibility“. Dabei geht es um die Verzahnung der weltweit verknüpften Anbausysteme, der globalen Stoffkreisläufe und die landtechnischen Lösungen vor Ort. Mit Landtechnik-Innovationen, so hoffen Anbieter und Landwirte, könnten Ziele wie Klimaschutz, Biodiversität, Nachhaltigkeit und Ernährungssicherung erreichbar und die Landwirtschaft auf dem Weg dahin unterstützt werden. Neben imposantem Blech gibt es viel zu entdecken.

Der Bauernbund verlangt eine vollständige Kehrtwende der Agrarpolitik.
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Der Bauernbund verlangt eine vollständige Kehrtwende der Agrarpolitik.
Anders turbulent könnte es am kommenden Mittwoch auf der Konferenz der Umweltminister in Hamburg zugehen. Bis einschließlich Freitag befassen sich die Minister damit, unter anderem mit der CO2-Bepreisung und wie das Klima-und Agrarpaket des Bundes im Dialog mit der Landwirtschaft umgesetzt werden kann. Letzteres können sie ja gleich üben, wenn vor ihrem Tagungsort Landwirte mit Treckern gegen die aus ihrer Sicht unzumutbaren Einschnitte protestieren.

Deutlich ruhiger geht es dagegen in Brüssel zu. Agrarpolitisch steht nichts auf der Agenda. Für Ursula von der Leyen geht die Hängepartie um den Start ihrer EU-Kommission weiter, auch wenn am Donnerstag die Anhörung der designierten Kommissare aus Ungarn, Frankreich und Rumänien anstehen. Großbritannien hat immer noch keinen Kandidaten benannt. Für Boris Johnson sind die Neuwahlen und der Brexit als Ziel wichtiger als ein Kommissar, der aus seiner Sicht ohnehin bald keine Rolle mehr spielt. Egal, wann von der Leyen starten kann, klar ist, sie sieht Europa als Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Also sind auch von Seiten der EU noch einige Vorschläge und mögliche Einschnitte im Rahmen des „European Green Deal“ zu erwarten, auch für die Landwirtschaft.

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