BASF

Kauf von Bayer-Geschäften abgeschlossen

Foto:BASF

Mit der Übernahme von Monsanto durch Bayer hat die BASF stark profitiert. Der Umfang des Agrargeschäftes ist deutlich gewachsen. 4.500 Mitarbeiter arbeiten nun für die BASF und nicht mehr für Bayer.

BASF hat nun den Erwerb einer Reihe von Geschäften und Vermögenswerten von Bayer abgeschlossen und sich in den Bereichen Pflanzenschutz, Biotechnologie und Digital Farming strategisch ergänzt. Gleichzeitig steigt die BASF in die Geschäfte mit Saatgut und nicht-selektiven Herbiziden sowie in die Saatgutbehandlung mit Nematiziden ein. Die Akquisitionen bringen rund 2 Mrd. € an Umsatz, 17 neue Forschungseinheiten und mehr als 200 neue Anlagen für Saatgutproduktion und Züchtung. Dadurch umfasst das Agrargeschäft sowohl Pflanzenschutz als auch Saatgut. Daher wird der Geschäftsbereich auch in Agricultural Solutions umbenannt. Rund 4.500 Mitarbeiter wechseln darüber hinaus von Bayer zu BASF.

Dadurch rückt die BASF auf Rang 4 der Pflanzenschutz- und Saatgutunternehmen weltweit auf, erklärt Markus Heldt, Leiter Agricultural Solutions, heute vor Journalisten in einer Telefonkonferenz. „Mit dieser Portfolioerweiterung sind wir langfristig wettbewerbsfähig und können den Landwirten weltweit maßgeschneiderte Lösungen anbieten.“ Wachstumspotenzial sieht Heldt vor allem im Bereich Seed & Traits in Nord- und Lateinamerika sowie in Europa mit Ölsaaten und Gemüsesaatgut.

BASF hat im Oktober 2017 und im April 2018 Vereinbarungen zum Erwerb von Geschäften und Vermögenswerten unterzeichnet, die Bayer im Zusammenhang mit seiner Übernahme von Monsanto zum Verkauf angeboten hatte. Der Kaufpreis beträgt 7,6 Milliarden € in bar, vorbehaltlich bestimmter Anpassungen zum Abschluss der Transaktion. Die Vereinbarungen umfassen Bayers globales Glufosinat-Ammonium-Geschäft, die Saatgutgeschäfte einschließlich der Traits sowie der Forschungs- und Züchtungskapazitäten und der entsprechenden Marken für wichtige Feldkulturen in ausgewählten Märkten.

Außerdem werden übernommen: das Gemüsesaatgutgeschäft, die Forschungsplattform für Weizen-Hybride, eine Reihe von Produkten zur Saatgutbehandlung, bestimmte Glyphosat-basierte Herbizide in Europa, die komplette Digital-Farming-Plattform Xarvio sowie bestimmte Forschungsvorhaben in den Bereichen nicht-selektiver Herbizide und Nematizide. Die Übernahme des Gemüsesaatgutgeschäft soll bis Mitte August 2018 abgeschlossen sein.

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