BASF

Rapsherbizide weniger gefragt

Die BASF-Agrarsparte wächst noch dank Akquisitionen. Der europäische Markt zeigt aber Schwächen.
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Die BASF-Agrarsparte wächst noch dank Akquisitionen. Der europäische Markt zeigt aber Schwächen.

Ein guter Saisonstart in Südamerika hat der BASF-Agrarsparte Wachstum beschert. In Europa kratzt die kleinere Rapsfläche am Umsatz.

Die BASF hat in ihrem Segment Agricultural Solutions von Januar bis September 6,0 Mrd. € umgesetzt. Das waren 34 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Effekt beruht vor allem auf der Akquisition von Teilen des Bayer-Agrargeschäftes im August 2018, die sich erst vollständig in den 2019er Zahlen auswirkt. Gestiegen um 32 Prozent ist im Vergleich der drei Quartale das Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) um 32 Prozent. Von Januar bis September 2019 summiert es sich in der Agrarsparte auf 844 Mio. €.

Geringerer Absatz von Herbiziden und Fungiziden in Europa

Zum 3. Quartal 2019 berichtet der Konzern, dass der Umsatz in Europa auf dem Niveau des Vorjahresquartals verharrte. Niedriger waren hier allerdings der Absatz von Herbiziden und Fungiziden. Die BASF führt den Rückgang vor allem auf die weiter eingeschränkte Anbaufläche für Raps zurück. Außerdem berichtet das Unternehmen von einem niedrigeren Preisniveau und negativen Währungseffekten.

Dagegen lief das Geschäft in Südamerika erfreulich für die BASF. „Wir steigerten unsere Verkaufsmengen deutlich, vor allem in Brasilien und hier im Wesentlichen mit Fungiziden aufgrund eines sehr guten Saisonstarts“, bilanziert das Unternehmen das dortige Agrargeschäft für die Monate Juli bis September 2019.

Gesamtkonzern im Umbau

Im Gesamtkonzern belastet der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China das Chemiegeschäft. Auch die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit bremsen die Umsätze. Generell befindet sich der Konzern im Umbau. „2019 ist ein Übergangsjahr für BASF“, kommentierte Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE, am Donnerstag die Quartalszahlen.

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