Bauernverband

Potenzial von Biogas bleibt ungenutzt

Der Bauernverband fordert eine langfristige Perspektive für die Biogasanlagen.
Foto: Philipp Pohlmann/Pixelio.de
Der Bauernverband fordert eine langfristige Perspektive für die Biogasanlagen.

Zwar seien die Maßnahmen im Eckpuntepapier für das Klimaschuztprogramm 2030 der Bundesregieung machbar, so Bauernpräsident Joachim Rukwied. Doch im Bereich Biogas hapere es.

Bauernpräsident Joachim Rukwied bezeichnet  die Maßnahmen innerhalb des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung als „ambitionierte und machbare Herausforderung für die Landwirtschaft“. Die schwarz-rote Koalition hatte die „Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030“ vergangenen Freitag nach stundenlangen Verhandlungen in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert. Darin finden sich unter anderen 11 Maßnahmen für den Sektor Land-und Forstwirtschaft – diese sind stark an den „Zehn-Punkte-Plan“ von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) angelehnt. Rukwied zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis, das sich „an den Vorschlägen des Bauernverbandes für die Klimastrategie 2.0.“ orientiere.

Nicht überzeugt zeigte sich Rukwied hingegen im Bereich der Bioenergie, Potenzial bleibe „ungenutzt“. Konkret fehle es an einer Anschlussregelung bei Biogas über 2022 hinaus.“ Im Verkehrssektor fordert Rukwied darüber hinaus eine kontinuierliche Anhebung der Quote für Biokraftstoffe. Den Einstieg in eine CO2-Bepreisung fossiler Energieträger hält Rukwied wiederum für tragfähig. Dies berge darüber hinaus die Chance für einen Anschub der Erzeugung von Biomasse zur Energiegewinnung. Als wichtigen Punkt, um international wettbewerbsfähig zu bleiben, hält Rukwied die Ermäßigung der Umlage auf Strom und die Agrardiesel-Förderung.

Der Agrarsektor muss 27 Mio. t CO2 -Äquivalent gegenüber dem Referenzjahr 1990 einsparen, um das 2030-Ziel zu erreichen. Zum Vergleich: Die Emissionen im Verkehrssektor müssen in etwa um rund 60 Mio. t bis ins Jahr 2030 sinken.

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