Bayer nimmt eine wichtige Kartellhürde auf dem Weg zur Übernahme von Monsanto. Bedingung für die Zustimmung der USA ist der Abschluss der vereinbarten Verkäufe an BASF.

Das US-Justizministerium (Department of Justice – DOJ) hat am Dienstag die geplante Übernahme von Monsanto durch Bayer unter Auflagen genehmigt.Zusätzlich zu bereits von den anderen Wettbewerbsbehörden erteilten Auflagen verlangt die US-Behörde, dass die BASF auch Zugang zum Genpool bestimmter Sojasorten von Monsanto erhält. Darüber hinaus bekommt BASF Lizenzen für ausgewählte mikrobielle Stämme, die im Pflanzenbau nutzbar sind.„Mit der Freigabe des Department of Justice stehen wir jetzt kurz vor dem Ziel, ein führendes Unternehmen der Agrarwirtschaft zu schaffen“, erklärte der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann.

Damit kommt Bayer einen entscheidenden Schritt weiter und der größten Übernahme mit rund 66 Mrd. US-$  in der Unternehmensgeschichte näher. Nach den USA stehen noch Genehmigungen aus Kanada und Mexiko sowie weiteren kleineren Ländern aus. Nachdem die US-Behörde grünes Licht gegeben hat, dürften auch andere Staaten zustimmen.

Bayer wird nach Erhalt der ausstehenden notwendigen Freigaben der alleinige Eigentümer von Monsanto. Gemäß den Auflagen des DOJ kann die Integration von Monsanto in den Bayer-Konzern aber erst dann erfolgen, wenn BASF den Erwerb der von Bayer abgegebenen Geschäfte vollzogen hat. Hiermit rechnet Bayer in etwa in zwei Monaten.

Für Turbulenzen hat allerdings am heutigen Dienstagmorgen die Unterbreitung des Angebots der KWS Saat AG für das Gemüsesaatgutgeschäft von Bayer gesorgt. Eigentlich haben Bayer und BASF bereits am 26. April eine bindende Vereinbarung über den Erwerb des gesamten Gemüsesaatgutgeschäfts unter der Marke Nunhems unterzeichnet.

Die Meldung der KWS wollten weder Bayer noch BASF kommentieren. Bayer geht jedoch weiter davon aus, dass die bindende Vereinbarung mit der BASF als Käufer Bestand haben wird.

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