Bayern

Erhebliche Tierschutzverstöße in Großbetrieb aufgedeckt


In einem der größten Milchkuhbetriebe Bayerns ist es zu groben Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gekommen. Das zeigen Bilder der Soko Tierschutz.

In einem Großbetrieb im Allgäu mit 1800 Milchkühen kam es laut Berichten von Süddeutscher Zeitung (SZ) und ARD zu erheblichen Tierschutzverstößen. Beide Redaktionen beziehen sich auf Filmmaterial, das ihnen von der Tierrechtsorganisation Soko Tierschutz zugespielt wurde. Die Aufnahmen zeigen verschiedene Szenen aus den Ställen des Betriebs.

Der Vorwurf lautet, grob tierschutzwidrig mit seinen Tieren umgegangen zu sein. Im Detail geht es unter anderem darum, nicht mehr gehfähige Tiere transportiert und dabei kranke Kühe erheblich gequält zu haben. Das Bildmaterial soll unter anderem auch die Geburt eines Kalbs zeigen, bei der es Komplikationen gab. 

Die nun bekanntgewordenen Vorwürfe wegen Tierquälerei haben auch den Vion-Rinderbetrieb Buchloe veranlasst, die Geschäftsbeziehungen zu dem Landwirt zu überprüfen. „Bis zur vollständigen Klärung der vorliegenden Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden wir ab sofort von diesem Betrieb keine Tiere mehr annehmen“, sagte Jürgen Lieb, Standortleiter von Vion Buchloe.

Die BayernSPD-Landtagsfraktion forderte Aufklärung vom zuständigen Minister Thorsten Glauber (Freie Wähler). Denn offenbar hatten die zuständigen Behörden in dem Betrieb auch schon zuvor immer wieder Probleme festgestellt. Die Videoaufnahmen zeigten, dass es trotzdem noch bis in den Juni 2019 zu schwerwiegenden Verstößen und Tierquälereien gekommen sei.

Der Fall wird am Dienstag, den 9. Juli 2019 um 21:45 Uhr in der Sendung „Report Mainz“ in der ARD ausgestrahlt.

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