Bayern

Sorgfalt bei der Düngeverordnung gefordert


Der Bayerische Landtag will die vor zwei Jahren in Kraft getretene Düngeverordnung prüfen. Eine mögliche Verschärfung der Vorschriften soll so auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt werden.

Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) begrüßt das Votum des Bayerischen Landtags für eine sorgfältige Evaluierung der vor zwei Jahren in Kraft getretenen Düngeverordnung. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte im Plenum einem entsprechenden Antrag zu, die Auswirkungen der Regeln bis Mitte 2021 zu überprüfen. Eine von der Bundesregierung ins Spiel gebrachte kurzfristige Verschärfung der Düngevorschriften sei den betroffenen Landwirten nicht zuzumuten.

Dazu GVB-Präsident Jürgen Gros: „Bayern braucht sauberes Grundwasser. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Düngemitteln ist dabei wesentlich. Welchen Beitrag die erst seit Juni 2017 gültige Verordnung dazu leistet, sollte der Gesetzgeber allerdings sorgfältig untersuchen. So viel Zeit muss sein, um einen Schnellschuss zu vermeiden und um eine potenzielle Gesetzesänderung auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu stützen. Erst wenn die Effekte der Anstrengungen der Landwirte bekannt sind, lassen sich auf Basis von Fakten zielgerichtete Maßnahmen ableiten. Deshalb ist es richtig, wenn der Landtag die Staatsregierung dazu auffordert, auf Bundesebene gegen vorschnellen Aktionismus bei der Düngeverordnung einzutreten.“

Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. (GVB) vertritt die Interessen bayerischer Genossenschaften. Zu seinen 1.242 Mitgliedern zählen 236 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie mehr als 1.000 Unternehmen aus Branchen wie Landwirtschaft, Energie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen.

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