Bayern

Kritik an Regeln zur Gülleausbringung

Die bayerischen Verbände fordern die Zulassung alternativer Praktiken. Hier ist das Strip-Till-Verfahren, bei dem ein Teil der Fläche unbearbeitet bleibt.
Landwirtschaftskammer NRW
Die bayerischen Verbände fordern die Zulassung alternativer Praktiken. Hier ist das Strip-Till-Verfahren, bei dem ein Teil der Fläche unbearbeitet bleibt.

Landwirte müssen ab dem kommenden Jahr flüssige Wirtschaftsdünger auf bestelltem Ackerland mit emissionsmindernden Verfahren ausbringen. In Bayern regt sich dagegen Widerstand.

 

Die Verbände der bayerischen Landwirtschaft wehren sich gegen Regelungen der Düngeverordnung zur Ausbringung flüssiger Wirtschaftsdünger. Ein breites Bündnis aus ökologischen und konventionellen Verbänden bezeichnet Forderung nach einer streifenförmigen Ausbringung als zu kurz griffen. Laut der Verordnung dürfen Landwirte auf bestelltem Acker ab 2020 sowie auf Grünland ab 2025 Wirtschaftsdünger nur noch mit dieser Technik ausbringen. So sollen Ammoniak-Emissionen gesenkt werden.

Diese Technik habe aber auch Nachteile und stelle zahlreiche bayerische Betriebe vor "enorme Probleme".  In einem Positionspapier begründen die Verbände ihre Einwände. Unter anderem kritisieren die Landwirte die hohen Investitionskosten, erhöhte Lachgasemissionen und die Unwirtschaftlichkeit für kleinere Betriebe. Daher forderte das Bündnis die Anerkennung und baldige Zulassung verschiedener alternativer Verfahren.

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