Beratungsorganisation

Betrugsverdacht gegen LKV in Bayern

Gegen die größte landwirtschaftliche Beratungsorganisation in Bayern ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die LKV soll Zuschüsse für Beratungen erhalten haben, die nicht nachgewiesen werden können.

Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt gegen das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung (LKV). Der Verein erhält vom bayerischen Agrarministerium jedes Jahr Millionenbeträge, mit denen die landwirtschaftliche Beratung bezuschusst wird. Überprüfungen durch die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) haben ergeben, dass im Jahr 2013 offenbar deutlich mehr Geld vom Ministerium überwiesen wurde, als der LKV zugestanden hätte, berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ).

Das Land zahlt für jede Beratungsstunde einen Zuschuss von 45 Euro. Im Jahr 2013 wurden 3,29 Mio. € ausgezahlt. Dafür hätten rund 73.000 Beratungsstunden geleistet werden müssen. Die SZ berichtet, dass für nur 35.500 Beratungsstunden Nachweise erbracht werden konnten. Für die verbleibenden Stunden mit einem Zuschussumfang von 1,7 Mio. € gebe es keine Belege.

Im Februar forderte die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) die ihrer Meinung nach zu viel gezahlten 1,7 Mio. € zurück. Dagegen geht die LKV vor dem Verwaltungsgericht vor. LKV-Geschäftsführer Uwe Gottwald bezeichnet in der SZ die Forderung als rechtswidrig und zeigt sich überzeugt, dass sie vom Verwaltungsgericht abgewiesen wird. Den Vorwurf des Subventionsbetrugs bezeichnet Gottwald als „absurd“.

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